Dash – Was macht den Coin besonders?

blauer Kreis mit weißem Buchstaben D darin

Ursprünglich Darkcoin genannt, beherbergt die Blockchain in ihrem Inneren einen Mechanismus, der für die Anonymisierung der Transaktionen sorgt. Dash ist eine Kryptowährung, in der sämtliche Transaktionen in Echtzeit ausgeführt werden können. Dash wird – wie andere digitale Währungen auch – per Mining erzeugt: Die Nutzer stellen ihre Rechenleistung zur Verfügung und bekommen im Gegenzug Coins als Belohnung.

Zwar ist normalerweise dieser Vorgang des Mining begrenzt, da es jedoch beim Start von Dash einen Fehler gab, konnten in den ersten beiden Tagen fast zwei Millionen Coins generiert werden. Entwickler Evan Duffield bot an, Dash nach der Korrektur des Fehlers neu zu starten, doch die Gemeinschaft war dagegen. Das Projekt wurde weitergeführt und erhielt langsam das Vertrauen der Nutzer zurück, so dass es inzwischen eine der erfolgreichsten Kryptowährungen wurde.

Die Anonymität ist sicher

Zitatzeichen

Während sich bei vielen anderen Kryptowährungen die Transaktionen zurückverfolgen lassen, ist das hier anders: PrivateSend als Transaktionsdienst anonymisiert sämtliche Vorgänge. Die einzelnen Informationen über Sender, Empfänger, In- und Output werden gebündelt und verschwinden gewissermaßen in der Blockchain. Das geschieht via Knoten im Netzwerk und erlaubt es, die Kryptowährung dezimal zu stückeln. Eine einzelne Transaktion kann maximal 1.000 Coins betragen. Will jemand zurückverfolgen, aus welcher Quelle eine Einzahlung stammt, kann zwar noch der In- und Output betrachtet werden, dieser kann jedoch keinem speziellen Nutzer zugeordnet werden.

Alle Vor- und Nachteile von Dash

DAO (dezentrale anonyme Organisation)

Auf Blockchain-Basis basierend

Vollständige Anonymität garantiert

Tranfers in Echtzeit

Mangelnde Adoption

Bei Start der Coin Programmierfehler

Das Mining von Dash

Möchte jemand Coins haben, kann er dem Netzwerk Rechenleistungen zur Verfügung stellen und sich damit am Mining beteiligen. Für diese Unterstützung werden die Miner mit neuen Coins entlohnt, die bei dieser Gelegenheit erzeugt werden. Dieses Grundprinzip ist bei fast allen Kryptowährungen gleich. Allerdings werden die dabei geschürften Coins zwischen den Minern und den Masternodes zu gleichen Teilen ausgeschüttet. Da die Kryptowährung noch recht jung ist, existieren noch nicht so viele Einheiten und das Mining könnte sich demnach noch lohnen.

Hier kann man Details zum Dash Mining nachlesen.

Die Masternodes – Verwaltung des Netzwerks

Dash ist ein Netzwerk, das aus zwei unterschiedlichen Ebenen besteht: Die Miner generieren neue Blocks in der Blockchain, die Verwaltung wird über Masternodes geführt. Das betrifft die speziell bei Dash vorhandenen Services, mit denen die Anonymität gewährleistet wird. Wer als User diese Aufgaben des Masternodes übernehmen und dafür entlohnt werden möchte, muss nicht nur die Rechenleistung zur Verfügung stellen, sondern 1.000 Coins als Pfand hinterlegen.

Wird das Geld ausgegeben, verschwindet der Masternode. Von den geschürften Coins werden zehn Prozent genutzt, um damit ein Budgetsystem zu finanzieren, die restlichen 90 Prozent werden zu gleichen Teilen an Masternodes und Miner verteilt.

Dash kaufen

Da Dash eine digitale Währung ist, kann sie wie fast jede andere Währung auch ge- und verkauft werden. Auf etlichen Online-Börsen lässt sich mit der Coin handeln. Dazu gehörten Marktplätze wie Poloniex, Kraken und Anycoin. Allerdings können die Coins nicht immer direkt mit Euro oder Dollar bezahlt werden, sondern manchmal nur mit anderen Kryptowährungen wie dem Bitcoin. Wer keine besitzt, muss zunächst Bitcoin kaufen und kann diese anschließend in Dash tauschen.

Mehr zum Erwerb der Coin bietet die Webseite Dash kaufen.

An der Entwicklung des Wertes teilhaben

Wer auf die Wertentwicklung von Coins setzt und davon profitieren möchte, hat zwei Möglichkeiten. Er kann sein Bargeld oder eine andere Kryptowährung an einer Börse in Dash umsetzen und warten, bis der Kurs in eine Höhe steigt, die für ihn lukrativ ist. Dann kann die Digitalwährung mit einem Gewinn wieder verkauft werden.

Wer in seiner Wallet über ein Vermögen von mindestens 1.000 Dash verfügt, das sind umgerechnet – Ende August 2017 – 350 US-Dollar pro Coin, also rund 350.000 US-Dollar insgesamt, kann Masternode werden. Dann bekommt er für seine Beteiligung am Netzwerk regelmäßig einen Anteil der gemineden Coins und vermehrt sein Vermögen stetig, völlig unabhängig zunächst vom Anstieg des Kurses.

Alternative zu Fiat-Geld und Bitcoin

Inzwischen gibt es viele Menschen, die in das Fiat-Geld, dem traditionellen Geld, kein Vertrauen mehr setzen. Sie bevorzugen Kryptowährungen und hoffen darauf, dass sich ihre Investition lohnt. Bei Dash eignet sich vor allem der Status als Masternode, ist jedoch mit einer recht hohen Anfangsinvestition verbunden. Damit lässt sich momentan – im August 2017 – mit circa zehn Prozent eine deutlich höhere Rendite erzielen als mit Tagesgeld oder Festgeld.

Auch wenn die Anlagemöglichkeiten interessant scheinen und einen interessanten Zuwachs an Wert versprechen, sind sie hoch volatil, wie alle dieser Kryptowährungen. Starke Schwankungen im Kurs sind dabei immer möglich. Da der Handel und das Mining von Kryptowährungen längst nicht mehr nur von Nerds betrieben werden, sondern auch Spekulanten und andere Teilnehmer auf den Plan gerufen hat, sollte ein Depot nicht nur aus digitalen Währungen wie Dash bestehen. Wer jedoch keine Angst vor ein wenig Risiko hat, kann sein Depot mit Kryptowährungen diversifizieren.

Wie digitales Bargeld verwendbar

Gold und Bargeld können anonym von Hand zu Hand weitergegeben werden. Wird dagegen Geld von einem Konto überwiesen, lässt sich diese Transaktion zweifelsfrei zurückverfolgen. Mit Coins kann ebenso anonym gezahlt werden, die Kryptowährung lässt sich in diesem Punkt mit Bargeld vergleichen.

Vielleicht hilft dieser Vergleich: Bitcoin dient gewissermaßen als digitale Basiswährung, die online überwiesen werden kann und bei der sämtliche Transaktionen nachvollziehbar sind, mit Dash kann völlig anonym gezahlt werden. Die Masternodes können übrigens die Systementwicklung beeinflussen – das ist dank der dezentralen Organisation und der regen Community relativ gut möglich.

Wer auf einen steigenden Kurs setzen will, kann selbstverständlich kaufen und abwarten, bis der Kurs so weit gestiegen ist, dass es sich lohnt, Dash zu verkaufen. Der einzige Nachteil ist die geringe Verbreitung: Es gibt nicht viele Stellen, bei denen mit dieser digitalen Währung bezahlt werden kann.

Die Entwicklung des Dash Kurs

Trotz der oben beschriebenen Schwierigkeiten, die Dash zu Beginn hatte, entwickelte sich der Kurs positiv. Im November 2015 betrug der Wert eines Coins ganze zwei US-Dollar, doch nur ein gutes Jahr später lag er bereits bei 50 US-Dollar. Im März 2017 gab es einen Peak – und der Kurs betrug für kurze Zeit fast 100 US-Dollar, sank jedoch bereits einen Monat später wieder zurück auf etwa 70 US-Dollar. Im Januar 2018 liegt der Kurs inzwischen bei über 1000 USD.

Da keine spezielle Dash Börse existiert, wird die digitale Währung an so gut wie allen Börsen gehandelt, an denen auch die anderen Kryptowährungen erhältlich sind.

Hier kann man den tagesaktuellen Kurs des Dash einsehen.

Die Features bei Dash

Masternodes: Wer über mindestens 1.000 Dash verfügt, kann Masternode werden, erledigt besondere Aufgaben und bekommt dafür 45 Prozent der Erträge beim Mining. Dank der Masternodes sind sämtliche Transaktionen dezentral.

Masternodes als Blockchain-Regierung: Sämtliche Masternodes dürfen darüber bestimmen, wohin die Reise geht. Sie stimmen ab, mit welcher Entwicklung sich die Programmierer beschäftigen und finanzieren die Projekte mit den zehn Prozent der Mining-Erträge, die nicht zwischen den Minern und den Masternodes aufgeteilt wurden.

InstantSend: Die Masternodes bestimmen, für welche Outputs welche konkreten Inputs zu reservieren sind. Dank dieser Entwicklung können die Transaktionen fast in Echtzeit ablaufen.

PrivateSend: Sämtliche Transaktionen werden von den Masternodes gebündelt und miteinander verschmolzen. Damit können Sender und Empfänger nicht mehr identifiziert werden: Alles ist ebenso anonym wie die Übergabe von Bargeld.

Die digitale Dash Wallet

Wer Dash kaufen, verkaufen, kurz, damit handeln möchte, braucht dafür eine Wallet, eine virtuelle Börse. In dieser lassen sich die einzelnen Coins aufbewahren. Die Wallet funktioniert wie ein virtueller Tresor: Nur der Nutzer hat die vollen Rechte und den Zugriff. Dash bietet eine eigene Wallet für die jeweiligen Betriebssysteme: https://www.dash.org/getting-started, allerdings gibt es selbstverständlich auch andere Anbieter. Wird eine Online Wallet für Coins genutzt, sollte darauf geachtet werden, dass der Service ausreichend sicher ist. Verwendet dieser beispielsweise eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, ist er relativ sicher.

Trotzdem sollte in der Wallet nicht der gesamte Vorrat aufbewahrt werden, besonders wenn es etwas mehr ist. Es steckt ja auch kaum jemand eine größere Summe Bargeld in sein Portemonnaie und trägt dieses mit sich herum. Zudem werden Online-Wallets gerne von Hackern angegriffen. Deswegen sollten in der Online-Wallet nur die Coins lagern, die direkt zum Trading benötigt werden und alle anderen in einer Offline- oder Paper-Wallet. Da diese ohne jede Verbindung zum Internet gespeichert wird, bietet sie weitaus mehr Sicherheit.

Das Trading mit Dash

Ohne eine geeignete Wallet kann niemand am Trading teilnehmen. Zunächst wird die Wallet erstellt, anschließend erhält der Nutzer eine Dash-Adresse, eine einzigartige Kombination aus Buchstaben und Zahlen, die mit einem X beginnt. Die Software dafür kann von https://www.dashpay.io/getting-started/ heruntergeladen werden. Diese Adresse lässt sich mit der Kontonummer bei einer Bank oder Sparkasse vergleichen: Wer Geld auf sein Konto beziehungsweise in seine Wallet bekommen möchte, muss demjenigen, der die Dash überweisen soll, diese Adresse mitteilen.

Dash auf AnycoinDirect kaufen

AnycoinDirect ist ein Marktplatz, auf dem Dash und andere Kryptowährungen einfach, schnell und sicher gekauft werden können. Die Registrierung ist schnell, es steht sofort ein entsprechendes Volumen für den Handel zur Verfügung und die Transaktionen sind in wenigen Minuten abgeschlossen. Neben Dash lassen sich hier weitere digitale Währungen handeln, von denen Bitcoin, Ethereum und Litecoin nur einige sind. Der Support und die Webseite ist in sechs Sprachen verfügbar, eine davon ist Deutsch.

Wer noch nicht über eigene digitale Währungen verfügt, kann hier per PayPal, GiroPay oder SOFORT-Überweisung bezahlen. Die Höhe des Volumens hängt davon ab, ob der Nutzer verifiziert wurde. Wer sich schnell registriert und anschließend das Konto mittels Token aktiviert hat, kann für maximal 100 Euro täglich (beziehungsweise 250 Euro wöchentlich) digitale Währungen kaufen. Sieben Tage nach der ersten erfolgreichen Transaktion wird das Level auf 400 Euro täglich erhöht. Weitere sieben Tage später kann sich der Nutzer verifizieren und sendet dafür die Kopie seines Personalausweises.

Welchen Nutzen hat Dash

Die Entwickler und Masternodes möchten, dass die digitale Währung tatsächlich effizient als digitales Bargeld genutzt werden kann. Das Bezahlen mit Dash Coin:

  • funktioniert in Echtzeit
  • kostet nur sehr geringe Gebühren
  • ist anonym
  • basiert auf einem relativ robusten System
  • verwendet einen Teil der gemineden Coins für die Weiterentwicklung und Verbesserung des gesamten Systems

Was verraten die Entwickler über ihre Zukunftsplanungen?

Die Kryptowährung Dash sieht sich als Alternative zu Bitcoins und anderen digitalen Währungen. Allerdings erfolgen hier die Zahlungen anonym und schnell, während sich bei den anderen Kryptowährungen Sender und Empfänger identifizieren lassen. Für die Zukunft planen die Entwickler einige Erweiterungen und Verbesserungen, das nächste Update, die sogenannte Dash Evolution, soll bereits Ende 2017 stattfinden.

Bisher wird Dash an die oben beschriebenen alphanumerischen Adressen geschickt. Diese sollen künftig durch den Namen des Nutzers ersetzt werden, damit das Verschicken der Kryptowährung noch leichter wird. Die Private Keys sind mit einem Passwort geschützt, dass von den Nutzern selbst generiert wird. Wer nicht mehr über dieses Passwort verfügt, hat keinen Zugang mehr zu seinem digitalen Geld. Das will Dash ändern und beispielsweise ein Backup der Wallet erlauben.

Ein erstaunlicher Höhenflug der Währung

Obwohl der Start von Dash dank des Programmierfehlers so schwierig schien, konnte sich die Währung durchsetzen. Sie gewann das Vertrauen und weist bis heute eine sehr gute Kursentwicklung vor. Da es bei Dash keine langen Bestätigungszeiten wie bei Bitcoin gibt, können die Transaktionen fast in Echtzeit ablaufen. Die Währung ist so einfach und – dank PrivateSend – anonym wie bares Geld: Sender und Empfänger der Zahlungen sind nicht ermittelbar.

Das bietet Kryptopedia

Diese digitale Währung hat im Jahr 2017 durchaus für Aufsehen gesorgt. Die Idee und die Technologie wirken interessant und könnten zukünftig eine große Rolle spielen. Schlussendlich ist die Währung aber im Moment eine von vielen verschiedenen, die ein großes Potential haben. Eine Erläuterung der Krypto Welt und auch eine Übersicht von Kryptopedia.org, findet man auf der Startseite der Online-Enzyklopädie.