Bytecoin: Konzept, Technologie und Besonderheiten

Mit der Bytecoin hat sich ein Kryptowährungskonzept gefunden, das vom Bytecoin-Netzwerk ins Leben gerufen wurde. Das Konzept stellt eine Art Pionier unter den Projekten dar, die besonderen Fokus auf Anonymität legen. Die Entwickler betonen insbesondere die Werte der Selbstregulierung, der Offenheit des Netzwerks sowie der Gleichheit. Bereits 2012 gestartet, ist die Bytecoin erst seit einem rasanten Anstieg des Kurses Ende März 2017 in den Fokus des Interesses der Anlegergemeinde gerückt.

Überblick und Konzept

Ins Leben gerufen wurde das Konzept am 04. Juli 2012.  Das Kürzel für die virtuelle Währung lautet BCN. Während der ersten Jahre ihrer Existenz führte die virtuelle Währung ein Schattendasein und fand nur wenig Beachtung in der Kryptowährungs-Community. Inzwischen ist die Markkapitalisierung auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag (in US-Dollar) angewachsen. Die Währung erfreut sich eines hohen und wachsenden täglichen Handelsvolumens.

Erst in diesem Jahr stieg die Coin unter die Top-Ten der Kryptowährungen auf, ein Anstieg, der von der Anlegergemeinde als plötzlich wahrgenommen wurde. In Rückschau lässt sich feststellen, dass bereits an mehreren Zeitpunkten in der jüngeren Vergangenheit auffällige Anstiege beim Bytecoin-Kurs zu verbuchen waren. So kam es etwa Ende März und Mitte April zu so genannten Test-Pumps.

Alle Vor- und Nachteile von Bytecoin

Komplette Anonymität

Dezentrales Netzwerk

Egalitäres Proof of Work

Non-public-Blockchain

Reduzierte Mining Rewards

Abbau von über 80% der Coins vor Freigabe

Das Netzwerk

Die Entwickler hatten mit diesem Konzept die Idee eines dezentralen, selbstregulierten Netzwerks. Während eine zunehmende Zahl an Kryptowährungs-Konzepten inzwischen Wert auf Dezentralität und Anonymität legt, lässt sich der Anbieter als Pionier bezeichnen. Jeder Interessierte hat die Möglichkeit, dem Netzwerk beizutreten und seinen Beitrag zu leisten. Dieses ist Open-Source-basiert. Diese quelloffene Technologie ermöglicht ein offenes und transparentes Netzwerk

Das Netzwerk verwirklicht die Anforderung der Selbstregulierung durch ein dezentrales Netzwerk, wie es inzwischen auch bei zahlreichen anderen Kryptowährungen, insbesondere bei Altcoins, verbreitet ist. Jeder Interessierte, dem die Fortentwicklung dieses Netzwerks ein Anliegen ist, hat die Möglichkeit, ihm beizutreten und seinen Beitrag zu leisten. Wer über hinreichende Kenntnisse in der Programmierung, Expertise in Bezug auf die Blockchain oder Wissen im Zusammenhang mit Kryptotechnologie verfügt, kann sich als Entwickler an dem Konzept zu beteiligen.

Die Anforderung der Egalität oder Gleichheit erfüllt das Konzept durch die Verwendung eines bestimmten Netzwerk-Protokolls. Das Protokoll soll sämtlichen Nutzern die Möglichkeit geben, gleichzeitig und effizient in einem Netzwerk zusammenzuarbeiten. Dies funktioniert unabhängig davon, ob es sich um spezialisierte oder nicht-spezialisierte Computer handelt.

Anwender benötigen zu diesem Zweck lediglich die Bytecoin-Wallet. Hierbei handelt es sich um eine virtuelle Geldbörse, wie sie auch in ähnlicher Form bei anderen Kryptowährungen zum Einsatz kommen. Die E-Wallet bietet der Anbieter auf der offiziellen Internetseite zum kostenlosen Download an.

Proof-of-Work-Algorithmus als Beitrag zu einem egalitären Netzwerk

Proof-of-Work (PoW) ist ein bestimmter Algorithmus, der aufgrund seines Systems zur Gleichheit der am Netzwerk beteiligten Computer und Nutzer beiträgt. Der Algorithmus arbeitet mit einem speziellen Abstimmungssystem. Hierbei sind für jeden am Netzwerk beteiligten Anwender die gleichen Abstimmungsrechte erforderlich.

Auf diese Weise wird zu einem egalitären Netzwerk beigetragen, bei dem kein Nutzer besonders privilegiert ist. Die Abstimmungen betreffen etwa die Reihenfolge der Transaktionen, die Verteilung der Wertschöpfung der Coin sowie auch über die neuen Funktionen innerhalb des Protokolls.

Verknüpft mit dem Algorithmus sind die Mining-Eigenschaften Bytecoins. Der Proof-of-Work-Algorithmus kombiniert die Möglichkeiten des GPU- und die des CPU-Minings. Durchschnittlich lassen sich hierbei 65.000 Coins innerhalb von 120 Sekunden erzeugen.

Bytecoin kaufen und verkaufen: Die Wallet

Es gibt mehrere Varianten, die virtuelle Währung zu erwerben und Bytecoin zu verkaufen. Möglichkeiten finden sich in Bitcoin-Brokern wie Anycoin-Direct oder in Wechselstuben. Ebenso ist es möglich Bytecoin auf einer Börse für Kryptowährungen zu handeln.

Die meisten Broker für virtuelle Währungen erlauben es, über unterschiedliche Bezahlarten wie SEPA-Überweisung, Sofortüberweisung oder Giropay direkt Bytecoin zu kaufen. Voraussetzung um Bytecoin zu handeln, ist die Installation der Wallet.

Bytecoin-Trading

Das Bytecoin-Trading ist an unterschiedlichen Börsen möglich. Das zugehörige Token BCN lässt sich etwa bei der Börse Poloniex aus der Liste der Währungen auswählen. Unter “Buy BCN” lässt sich Bytecoin auf der Börse erwerben. Preisangaben erfolgen hierbei meist in Bitcoin. Solche Börsen führen Kauf- und Verkaufsangebote zueinander. Sobald sich zwei solcher Angebote decken, können Nutzer Bytecoin handeln und es kommt zur Ausführung der Transaktion.

CryptoNote: Anonymität der Transaktionen

Bei Transaktionen in BCN handelt es sich um vollkommen kostenlose Ausführungen ohne jedwede Gebühren. Zudem ist der Grad an Anonymität bei dieser virtuellen Währung besonders hoch. Als erste auf CryptoNote basierende Währung bietet die Coin einige Anonymitätsvorteile gegenüber anderen Kryptowährungen. Hierzu gehören die Transaktions-Funktionen Untraceability sowie Unlinkability.

Grundsätzlich setzt die BCN ähnliche Schwerpunkte und Ziele wie etwa die alternativen Kryptowährungen Dash-Coin oder Monero-Coin. Dies hängt damit zusammen, dass BCN den gleichen Code zugrunde legt, der auch von Monero und von Dash genutzt wird.

Die einzige noch ältere Coin, die CryptoNote nutzt, findet sich in der CryptoNoteCoin. Diese jedoch ist lediglich eine Referenz. Bei dieser kommt es im Rhythmus von zwei Monaten um einen Austausch des Genesis-Blocks.

Grundsätzlich handelt es sich bei CryptoNote um die Mutter sämtlicher Ring-Signaturen, die den Kryptowährungen zugrunde gelegt werden, die auf vollständige Anonymität setzen. Technisch ist CryptoNote ein Application-layer-protocol (Anwendungsschicht-Protokoll). Es findet Anwendung als Grundlage mehrerer digitaler Währungen, die auf Dezentralität, Anonymität sowie internationale und einfache Anwendung Wert legen.

In Relation zum Bitcoin-Protokoll finden sich einige zentrale Unterschiede. Das CryptoNote-Protokoll lässt es nicht zu, dass die Transaktionen auf der Blockchain nachvollzogen werden können. Das heißt in der Praxis, dass die Informationen den Sender und Empfänger von Coins nicht erfasst werden und damit von Dritten auch nicht eingesehen werden können.

Ebenso wird der exakte Betrag der Transaktion nicht erfasst. Lediglich wird angezeigt, ob die transferierte Summe höher oder niedriger ausfiel als der angezeigte Betrag. Weitere Details sind ausschließlich Sender und Empfänger zugänglich. Im Gegensatz hierzu erlaubt es die öffentliche Blockchain von Bitcoin auch Dritten, einen Einblick in diese Transaktionen und die damit verbundenen Informationen zu erhalten.

Ausschüttung von Coins und Rewards

Eine Besonderheit dieser Kryptowährung findet sich in Art und Umfang der Ausschüttung neuer Coins. Die Ausschüttung unterliegt ständigen Anpassungen. Sie folgt einer bestimmten Formel. Im Ergebnis verhält sich die Ausschüttung beziehungsweise der Reward proportional zur Differenz der bislang maximal generierten und der gegenwärtig im Umlauf befindlichen Einheiten. Die Emission neuer Coins wird damit nur langsam reduziert. Dies ist ein weiterer Unterschied zur Bitcoin, wo ab einer bestimmten Blockanzahl der Reward für das Mining halbiert wird.

Fazit und Schlusswort

Als Pionier eines anonymen Kryptowährungs-Konzepts ist BCN eine interessante Währung. Der nach langer eher verhaltener Entwicklung rasante Anstieg beim Bytecoin-Kurs in diesem Jahr hat die Anlegergemeinde überrascht und die Währung in den Fokus von Beobachtern gerückt.

Auch wenn Prognosen über weitere Entwicklungen grundsätzlich spekulativ sind, spricht einiges für ein anhaltendes Interesse. Die Ankündigung nicht-verfolgbarer Einheiten auf der Blockchain ist ein wertvoller Beitrag zur Anonymität. Markt und Nachfrage für solche Transaktionen sind groß.

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