Waves – Erklärung und Übersicht der Kryptowährung

blaues und graues Symbol mit Wellen

Mit Waves hat sich ein junges Kryptowährungs-Konzept gefunden, das mehrere Ziele verfolgt. So wird ermöglicht, dezentrale Blockchains mit herkömmlichen Währungen zu verknüpfen. Grundlage ist eine offene Blockchain, auf deren Basis Custom-Tokens, das heißt eigene Tokens generiert werden können. Damit sollen in erster Linie Unabhängigkeit von zentralen Behörden und eine hohe Ausführungsgeschwindigkeit erreicht werden.

Anfänge und Funktionsüberblick

Das Konzept wurzelt in einer Community und basiert auf dezentralem Crowdfunding. Die Anfangsinvestitionen wurden von etwa 6.000 Personen geleistet, die über 29.000 Bitcoin zum damaligen Kurswert von 16 Millionen US-Dollar in das Vorhaben steckten. Hierbei ging es in erster Linie um die Finanzierung der folgenden Marketing-Maßnahmen.

Jeder am Investment Beteiligte erhielt im Gegenzug Coins, die in einem Gesamtwert von 100 Millionen Tokens ausgeschüttet und verteilt wurden. Die Waves-Token/Coin dient als Treibstoff für die Plattform. Hierbei fällt bei jeder Blockchain-Interaktion eine Transaktionsgebühr an, die in Waves zu zahlen ist.

Zu den weiteren, teils noch in Planung befindlichen, Funktionen gehören die dezentralisierte Börse sowie die Möglichkeit, reguläre (Fiat-)währungen auf der Blockchain von Waves zu handeln. Auf dieser Exchange ist das Trading möglich, hier also lassen sich Waves kaufen und verkaufen.

Alle Vor- und Nachteile von Waves

Verknüpfung dezentraler Blockchains mit FIAT

Leased-Proof-of-Stake

Unterstützung verschiedener Krypto Währungen

Erstellung von ‚Custom Tokens‘

Noch im Alpha Stadium

Smart Contracts in Planungsphase

Waves als Plattform und Exchange-Möglichkeit für verschiedene Tokens

AnführungszeichenIm Zentrum des Konzepts steht die Plattform für die Generierung eigener Tokens auf der Blockchain. Die Möglichkeit der Verwaltung verschiedener Assets auf der eigenen Blockchain lässt einen Vergleich zu NXT zu. Diese ältere virtuelle Währung ermöglicht es bereits seit 2013, unterschiedliche Assets auf der eigenen Blockchain zu verwalten. Die Übertragung von anderen virtuellen Währungen sowie regulären Währungen wird durch Gateways ermöglicht. Dies ähneln denen von Ripple.

Waves erlaubt den Exchange unterschiedlicher Token-Paare beziehungsweise Währungspaare, Sowohl Token gegen Bitcoin (BTC) als auch Token gegen Fiat-Währung sowie verschiedene Tokens untereinander lassen sich tauschen. Dies macht das Trading für verschiedene Händler interessant.

Neben diesen Exchange-Geschäften ermöglicht Waves auch Crowdfunding-Projekte. Diese werden ausschließlich auf Basis der Tokens verwirklicht, die direkt aus der Blockchain generiert werden. In diesem Zusammenhang besteht ein Ziel in der Bereitstellung eines Reputationssystems, das die Bewertung von Projekten zulässt, die auf Crowdfunding angewiesen sind.

Technische Basis: Leased-Proof-of-Stake

Als Konsens-Mechanismus kommt bei Waves das immer weiter verbreitete Proof-of-Stake zum Einsatz. Dieses wird in der Variante Leased-Proof-of-Stake angewandt. Grundlage sind verschiedenartige Nodes. Light-Nodes können in diesem Zusammenhang von Full-Nodes ihren Stake leihen. Dies erhöht für beide die Wahrscheinlichkeit, Blöcke zu finden und damit einen Gewinn durch Beteiligung an den Transaktionsgebühren zu generieren. Dies funktioniert auch in dem Fall, dass die Light-Node gerade offline ist.

Waves als ICO-Plattform

Waves erfreut sich als Plattform zunehmender Beliebtheit im Zusammenhang mit Initial-Coin-Offerings (ICOs). Darin liegt auch ein Teil des Anstiegs der Marktkapitalisierung der Coin zusammen, da Nutzer Waves erworben haben, um an ICOs teilzuhaben. Im Sinne von Initial-Coin-Offerings kooperiert das Unternehmen mit Deloitte.

Möglichkeiten für ICOs sind zahlreich, jedoch zielen die meisten nicht auf übergeordnete Projekte ab. Der eigene Token-Sale kann als individuelle Investition genutzt werden oder aber zur Unterstützung interessanter Ideen, die finanziert werden sollen.

Mit der Plattform finden Nutzer eine simple Möglichkeit, eigene Tokens zu generieren, ohne über großes technisches Know-how verfügen zu müssen. Grundlage hierfür ist die Waves-Wallet, die sich in unterschiedlichen Versionen herunterladen oder als Web-Wallet nutzen lässt.

Die Coin im Wallet

Die Wallet stellt eine Art virtuelle Geldbörse dar und ist ein wichtiger Bestandteil der technischen Infrastruktur, um Waves zu handeln. Die Wallet ermöglicht es, die Währung zu verkaufen, zu kaufen und zu erstellen. Selbst erstellte Tokens lassen sich über die interne Börse beziehungsweise über die Exchange zum Verkauf anbieten.

Neben Download-Optionen für verschiedene mobile- oder Desktop-Betriebssysteme, darunter Android und Windows, steht auch eine direkt nutzbare Web-Wallet zur Verfügung. Diese Web-Wallet richtet sich insbesondere an Nutzer, die das Kryptowährungs-Konzept erst ausprobieren wollen. Das Web-Wallet ermöglicht es, sowohl einen bestehenden Account zu importieren, als auch einen neuen Account zu erstellen.

Entscheiden sich Nutzer für die Option New Account, so generiert die Web-Wallet eine so genannte Wallet-Seed, das heißt eine Zeichenkette. Diese ähnelt im Hinblick auf ihre Sicherheitsrelevanz einem Private-Key. Verfügung über die Wallet-Seed ermöglicht Nutzern Zugriff und Eingriffsmöglichkeiten in sämtliche Assets in der Wallet. Nutzer werden zudem zur Einrichtung eines Passworts aufgefordert. Dieses hat primär den Schutz vor Zugriffen am eigenen Rechner zum Zweck.

Nach Einrichtung der Wallet wird den Kunden der Eingangsbildschirm der Web-Wallet angezeigt. Hierbei wird bereits ersichtlich, dass die Wallet nicht nur die Verwaltung von Waves ermöglicht. Herkömmliche Währungen wie US-Dollar oder Euro lassen sich via Überweisung in die Wallet übertragen.

Die Übertragung von virtuellen Währungen wie Bitcoin, Ethereum oder Waves erfordern für die Übertragung einen öffentlichen Schlüssel (Public Key).

Token-Sales erfordern die Verfügung über Waves in der Wallet. Die Generierung eines neuen Tokens kostet 1 Waves. Auch die Einzahlung via Kreditkarte ist möglich, jedoch an einen Mindestbetrag gebunden. Günstiger ist der Erwerb über Wechselstuben beziehungsweise Exchanges.

WAVES kaufen, Trading und verkaufen

Die reine Verfügung über Tokens ermöglicht es zwar, diese an Empfänger zu senden. Zur Realisierung von Token-Sales  müssen Tokens jedoch an der dezentralen Exchange von Waves angeboten werden. Diese interne Börse ist in Relation zu größeren Plattformen wie Bittrex eher übersichtlich, ermöglicht es jedoch, unkompliziert und schnell Waves zu verkaufen.

Aufgebaut ist die dezentrale Exchange ähnlich wie andere Plattformen und Börsen. Nutzer haben einen Überblick über den gegenwärtigen Kurs und seinen Verlauf. Ebenso werden aktuelle und abgeschlossene Orders angezeigt.

Solche Orders lassen sich auf dieser Stelle auch in Auftrag geben. Nach Generierung einer Verkaufs-Order haben auch andere Nutzer die Möglichkeit, auf diese zu reagieren. Die Möglichkeit anderer Wertepaare wie Waves und Bitcoin oder Waves und US-Dollar rundet die Funktionalität ab. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sowohl die Erstellung von Tokens als auch die Erteilung von Kauf- oder Verkaufsorders auf die Verfügung über Waves angewiesen sind.

Am Token-Sale können sich entsprechend ausschließlich Käufer beteiligen, die selbst über Waves verfügen.

Der Kurs und ein Ausblick

Wie im Falle zahlreicher anderer junger Kryptowährungen, zeichnete sich Waves durch eine rasante Entwicklung beim Kurs unmittelbar nach Start aus. Dies lässt jedoch in Anbetracht der Vielzahl an Neuentwicklungen auf dem Markt für virtuelle Währungen keine Prognose über den weiteren Verlauf oder die Zukunft der Währung zu.

Spannend bleibt das Konzept als Blockchain-Portal, in dem jeder Nutzer eigene Tokens generieren und zum Token-Sale anbieten kann. Neben dem hohen Tempo bei Transaktionen trägt Waves damit der Idee eines dezentralen und unabhängigen Netzwerks Rechnung.

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