Monero XMR – Überblick über die Coin

Monero mit der zugehörigen Kryptowährung XMR ist eine im April 2014 ins Leben gerufene Plattform. Basis der virtuellen Währung ist das CryptoNote-Whitepaper, womit sich Monero vom Bitcoin maßgeblich unterscheidet. Die Anwendergemeinde ist noch vergleichsweise klein, während die Transaktionsvolumina Moneros jedoch stark ansteigen. Beobachter und Analysten sehen viel Potenzial in dem Konzept.

Konzept und Hintergrund

Die Köpfe hinter Monero sind nicht bekannt, allerdings gibt es eine Kooperation beziehungsweise einen Deal mit dem Darknet-Markt AlphaBay, deren Betreiber in Russland vermutet werden. Hinter Monero steht das Protokoll CryptoNote. Hinter diesem Protokoll wiederum steht ein Betreiber mit dem Pseudonym Nicolas van Saberhagen. Es existiert ein korrespondierendes Whitepaper, das im Jahr 2012 veröffentlicht wurde.

Marktkapitalisierung und Monero-Kurs

Monero zeichnet sich dadurch aus, dass keine Obergrenze der Coins existiert. Dennoch sieht der verwendete Algorithmus eine bestimmte Entwicklung der Marktkapitalisierung vor. Ende Juli 2017 waren 14.811.161 XMR im Umlauf. Bis 2022 beabsichtigt Monero, die Anzahl auf 157.788 XMR ausgeweitet zu haben. Bis 2040 planen die Entwickler eine Summe von 21 Millionen erreicht zu haben.

Die langfristige Prognose für das Jahr 2300 sieht die Generierung von insgesamt 62 Millionen Einheiten der Coin vor.

Neben dem stetig steigenden Handelsvolumen soll sich die Coin durch eine in Relation zu anderen virtuellen Währungen geringe Volatilität auszeichnen. Diese relative Stabilität gepaart mit dem Wachstum sorgt für zunehmende Akzeptanz der aufstrebenden Kryptowährung. Hier kann der tagesaktuelle Preis und der Kurs angeschaut werden.

Alle Vor- und Nachteile von Monero

Hohe Anonymität

Proof-of-Work

Hohe Skalierbarkeit

Keine Obergrenze für Coins

Enorme Transaktionsgröße

Kein Support von Multi-Signature-Transaktionen

Monero-Wallet: kaufen und verkaufen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Monero zu erwerben und zu verkaufen. Dies kann über Bitcoin-Broker wie Anycoin-Direct, über Wechselstuben oder an einer Börse für Kryptowährungen geschehen.

Viele Kryptowährungs-Broker erlauben es, via SEPA-Überweisung, Giropay oder Sofortüberweisung direkt Monero zu kaufen. Voraussetzung um zu handeln, ist die Installation einer Monero-Wallet. Hierbei handelt es sich um eine virtuelle, elektronische Geldbörse, mit der verkauft, gekauft und gehalten werden können.

Eine E-Wallet kann leicht über den offiziellen Anbieter MyMonero heruntergeladen und erstellt werden. Von besonderer Bedeutung ist es, die Account-Daten sicher zu verwalten, da sie die Grundvoraussetzung sind, um auf die Wallet zuzugreifen. Ein Account wird über einen Klick auf “Create an Account” generiert. Anschließend erscheint unten auf der Seite ein Private-Key in Form einer langen Wortreihenfolge.

Als Voraussetzung für den Zugriff ist dieser Schlüssel gut und sicher aufzubewahren. Der Anbieter wird Nutzer während des Prozesses erneut darauf hinweisen, den Schlüssel sicher zu verwahren. Mit einem anschließenden Klick auf “Log me in” erfolgt das Einloggen in die Wallet.

In der Rubrik “Your Balance” lässt sich der Kontostand einsehen. Unter “Adress” finden Nutzer die Adresse zum Empfang von Zahlen. In diese Adresszeile können, beispielsweise via Copy-and-paste, Adressen für das Senden und Empfangen der Coin eingefügt werden.

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Adresse alleine keinen Zugriff gewährt. Die Adresse darf und muss in vielen Fällen öffentlich angegeben werden, etwa, um andere Nutzer zu Zahlungen aufzufordern. Für den Zugriff auf die Wallet und die dort hinterlegten Werte ist der Private-Key erforderlich.

Trading: Monero an der Börse kaufen

Das Trading ist an mehreren Börsen möglich. Das zugehörige Token XMR lässt sich etwa bei Poloniex einfach aus der Liste der Kryptowährungen auswählen. Unter “Buy XMR” lässt sich die digitale Währung auf der Börse erwerben. Die Angabe des Preises erfolgt meist in Bitcoin. Auf Börsen treffen Kauf- und Verkaufsangebote aufeinander. Decken sich zwei solcher Angebote, so wird die Transaktion ausgeführt und Nutzer können Monero handeln.

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Technische Besonderheiten und Unterschiede zu anderen Kryptowährungen

Während jede Altcoin ihre spezifischen technischen Eigenheiten aufweist, haben es sich die Entwickler zur Aufgabe gemacht, einige Schwächen von Bitcoin zu beseitigen. Ein wesentlicher Unterschied besteht in der Blockgröße. Während Bitcoins Blockgröße fix ist, verfügt Monero über eine variable Blockgröße. Eine gewisse Regulierung erfährt die Währung trotz fehlender Obergrenze durch die Wahl des Algorithmus.

In Obergrenzen sehen manche Beobachter eine Schwäche, während andere gerade die natürliche Grenze für einen Vorteil halten. Eine begrenzte Kryptowährung wie Bitcoin teilt diese Eigenschaft etwa mit Edelmetallreserven. Jedoch ist zu berücksichtigen, dass zahlreiche Bitcoin verlorengehen können, bis die Obergrenze erreicht ist, beispielsweise durch verlorengegangene Passwörter. Ein solcher Verlust ist irreversibel, da kein Ersatz möglich ist.

Virtuelle Währungen ohne Obergrenze begegnen diesem Problem. Monero liegt das CryptoNote-Protokoll zugrunde, das einen besonderen Algorithmus nutzt. Moneros Algorithmus ist dabei reguliert und skalierbar und lässt sich jederzeit anpassen an die Blockgröße.

Beobachter heben oft den modularen Aufbau Moneros beziehungsweise dessen Code-Architektur hervor. Zudem lässt sich diese Währung stärker teilen als Bitcoin. Letztere Kryptowährung ist nur auf 8 Nachkommastellen teilbar, Monero ermöglicht eine Teilung auf bis zu 16 Nachkommastellen.

Das Mining beziehungsweise das Schürfen ist mit regulärer Hardware möglich. Es genügen grundsätzlich PC und Grafikprozessor (GPU). Jedoch ist zu berücksichtigen, dass der Mining-Prozess viel Speicher in Anspruch nimmt. Hier gibt es weitere Informationen rund um das Mining der Coin.

Transparenz und Anonymität

Dem Wunsch vieler Nutzer virtueller Währungen nach Anonymität tragen die Entwickler hier Rechnung, indem die Eigenschaften mehr Datenschutz zulassen als es etwa beim Bitcoin-Handel möglich ist. Monero legt großen Wert auf Kryptographie beziehungsweise Verschlüsselung. Sowohl Sender als auch Empfänger werden beim Handel verschlüsselt.

Während der Bitcoin-Handel Einblick darin gewährt, welcher Anwender wem zu welchem Zeitpunkt welche Summe gesendet hat, ist dies beim Handel durch Verschlüsselung anonym. Ermöglicht wird dies durch Ring-Confidential-Transactions (kurz RingCT).

Dieser ermöglicht die Verschlüsselung der gesamten Transaktion und ist seit September erforderlich für sämtliche Transaktionen im Netzwerk. Schon bevor sie obligatorisch wurde, haben Nutzer diese Option in mehr als 95 Prozent sämtlicher Monero-Transaktionen verwendet. Wenn Anwender Einheiten erwerben oder verkaufen, bleibt dies folglich anonym.

Optional bietet Monero seinen Nutzern jedoch auch die Option zur Transparenz. Wer etwa eingehende Zahlungen und Transaktionen vorlegen möchte, hat die Möglichkeit, die über einen View-Key zu tun. Betreiber von Spendenorganisationen oder Firmeneigentümer können auf diese Weise etwa Transaktionen zu steuerlichen Zwecken vorlegen.

Dieser gewährt Einblick darin, wie viel Geld eingegangen ist. Der View-Key gewährt jedoch nicht mehr Rückschluss als gewünscht. So lässt sich über den View-Key noch nicht nachvollziehen, wie hoch der aktuelle Kontostand ist.

Fazit und Potenzial von Plattform und Coin

Monero profitiert in erster Linie von seiner Anonymität sowie dem durchdachten Algorithmus ohne festgelegte Obergrenze. Während Monero schneller und anonymer als Bitcoin ist, bietet es gleichermaßen den Sicherheitsstandard des Marktführers. Auch für Privatanleger bietet diese Währung eine interessante Option im Portfolio.

Der Kurs weist eine vergleichsweise geringe Volatilität auf und unterscheidet sich damit von den meisten anderen virtuellen Währungen. Dennoch zeigt die Kryptowährung ein stetiges Wachstum, auch im Hinblick auf Marktkapitalisierung, weshalb Analysten die weitere Entwicklung mit Spannung beobachten.

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